In Ihrer 4-Sterne-Appartementanlage „Les Domaines d l’Arselle“: Der Wecker klingelt, Sie schieben die Vorhänge zur Seite und sehen Flocken vom Himmel rieseln. Es hat Neuschnee gegeben über Nacht, aber langsam kommen die ersten Sonnenstrahlen hinter der Wolkendecke hervor.
In der Bäckerei gleich nebenan duftet es herrlich nach Croissants. Sie nehmen einige normale Croissants, auch zwei Schoko-Croissants und natürlich einige Baguette.
Frisch gestärkt stehen Sie am Lifteinstieg vom Sessellift „L’Arselle“. Bis hierhin brauchen Sie vom Domaines de l’Arselle nur ein paar Meter rüberlaufen und schon sind Sie am Lift. Sie warten keine Minute bis Sie nach oben schweben, vermutlich haben die meisten anderen Gäste gedacht, dass der Schneefall noch länger anhält und sind noch in den Appartements.
Oben angekommen nehmen Sie die kurze blaue Abfahrt Richtung Ortszentrum von Chamrousse 1750, das ist gerade richtig zum Warmwerden. Mit dem Sessellift „Beranger“ geht es weiter bergauf, dabei „überfliegen“ Sie den riesigen Snowpark von Chamrousse, wo schon die ersten Freestyler die Kicker und Rails unter die Lupe nehmen.
An der Bergstation auf 2.000 m Höhe bietet sich Ihnen das einzigartige Chamrousse-Panorama: Wahrscheinlich nirgendwo sonst in den Alpen kann man beim Skifahren herunter auf eine weite Ebene mit einer 100.000-Einwohner-Stadt schauen und nach nur einer Körperdrehung staunend auf riesige weiße Gletscher schauen. Sowohl die Großstadt Grenoble als auch die 4.000er der französischen Hochalpen haben Sie hier „auf einen Blick“ – wenn nicht wie heute Morgen ein Wolkenmeer über Grenoble liegt. Der Himmel über Chamrousse ist aber inzwischen wolkenfrei und die umliegenden Berge schauen wir Inseln aus dem Wolkenmeer heraus, ein traumhafter Anblick. Ob sich die Wolken da unten später noch auflösen werden?
Mit den Pisten 35 und 29 gelangen Sie nun zu den roten Pisten des Sesselliftes Gaboureaux und weiter ins Ortszentrum von Chamrousse 1650. Auf den letzten 800 Metern geht es schon etwas steiler herab, der Pulverschnee fliegt nach links und rechts. Unten angekommen nehmen Sie auf dem Weg zur Kabinenbahn noch schnell einen Café au lait an der kleinen Bar ein, jetzt sind Sie fit für die olympischen Pisten von Chamrousse.
Mit der Kabinenbahn, der Téléphérique, geht es auf den Croix de Chamrousse (2.250 m), den höchsten Punkt im Skigebiet Chamrousse. Von hier aus wählen Sie zunächst die „Olympique Dames“, die dunkelrote Piste der Olympia-Abfahrt der Damen 1968. Hier müssen Sie sich schon ordentlich reinstemmen, aber die Piste ist wunderbar griffig, ein Schwung reiht sich an den nächsten. Schnell wieder hoch mit der Kabinenbahn und gleich noch mal runter, so schön war’s. Beim nächsten Durchgang trauen Sie sich die schwarze Piste der olympischen Herren-Abfahrt zu, die „Olympique Hommes“. Sie fahren nun auf den Spuren des dreimaligen Goldmedaillen-Gewinners Jean-Claude Killy, was für ein erhebender Gedanke! Unten angekommen sind Sie fix und fertig aber glücklich. Nochmal hoch mit der Kabinenbahn, dann aber erstmal Pause!
Erfreulicherweise gibt es ganz oben auf dem Croix de Chamrousse ein Bergrestaurant mit Panorama-Terrasse. Hier machen Sie es sich erstmal mit einer erfrischenden Orangina bequem. Dann lassen Sie sich einen herzhaften Crêpe Jambon Fromage (dünner Käse- Schinkenpfannkuchen) und einem leckeren Tarte au Citron als Nachspeise schmecken. Die Wolkendecke über Grenoble bekommt inzwischen erste Lücken, 2.000 Höhenmeter unter sich sehen Sie, dass einige Hochhäuser schon aus den Wolken herausschauen. Auch die Bastille von Grenoble ist schon zu sehen, da wollen Sie heute Abend noch hin.
Nach der Mittagspause nehmen Sie die Piste zum Lac Robert, ein zugefrorener See, auf dem Eistauchen angeboten wird, was über die Tourist-Information von jedermann gebucht werden kann. Ihnen ist aber jetzt mehr nach Tiefschneefahren. Da die Hänge vom Lac Robert auf der Rückseite des Hauptskigebietes liegen, werden sie von vielen Skifahrern fast übersehen. Gut für Sie, da die weiten Tiefschneeflächen noch nahezu jungfräulich da liegen. Sie tauchen in den Pulverschnee und genießen, wie Sie trampolinartig durch den Powder hüpfen, die Schneekristalle tanzen und glitzern um Sie herum, was für eine Freude! Unten am Sessellift angekommen geht es gleich wieder rauf, um die nächste Spur in den Tiefschnee zu ziehen. Zwischendurch nehmen Sie zur Entspannung auch mal die leicht Piste, auf der man im unteren Teil mal richtig Schuss fahren kann, macht auch Spaß.
Bevor die Kräfte Sie verlassen, wagen Sie sich noch an einen besonderen Leckerbissen von Chamrousse: die Tourenabfahrt „Casserousse“, die ebenfalls über den Sessellift „Lacs Robert“ erreichbar ist. Auf dem Pistenplan als schwarze Piste eingezeichnet, ist sie eher eine Hochgebirgsabfahrt, die nicht präpariert wird. Mit 850 Metern Höhenunterschied ist sie auch die längste Abfahrt im Skigebiet von Chamrousse. Abseits von allem sonstigen Lift- und Pistentrubel führt sie einsam und idyllisch bis hinunter auf 1.400 Meter. Mit dem Sessellift „Marmottes“ (zu deutsch: „Murmeltier“) gelangen Sie zurück in das Pistenareal von Chamrousse 1650.
Im Snowpark oberhalb von Chamrousse 1750 herrscht inzwischen Hochbetrieb, man könnte auch sagen „Flugbetrieb“. Die Kids aus Grenoble messen sich mit den Gästen, einer springt spektakulärer als der andere. Sie schauen eine Weile fasziniert zu, dann messen auch Sie sich – allerdings etwas ungefährlicher auf der benachbarten Geschwindigkeitsmess-Strecke. Am Ende der abgesicherten und völlig harmlosen Schussfahrt misst eine Lichtschranke Ihre Geschwindigkeit und zeigt sie auf einem großen Display an. Sie sind überrascht: Sie sind mit 63,75 km/h „geblitzt“ worden! In anderen Skigebieten findet man fast nie Geschwindigkeitsmess-Anlagen und wenn, dann sind sie meist kostenpflichtig.
Sie nehmen den letzten Lift des Tages, des Sessellift „Lac Achard“ und cruisen im warmen Nachmittagslicht auf der Bärenpiste („Piste Ours“) durch lockere Baumgruppen zurück zum Ausgangspunkt des Skitages nach Arselle. Hier treffen Sie die Reiseleitung, die Ihnen einen Tipp gibt: Heute abend ist ab 18 Uhr Flutlichtskifahren in Chamrousse 1750, das sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Aber erstmal essen Sie einen Croque Monsieur (großer belegter Toast) auf der Sonnenterasse der Bar am Fuße der Pisten und lassen bei einem Bière Blondes den Skitag Revue passieren. Aber es gibt ja nun noch in eine spannende Verlängerung.
Es ist inzwischen dunkel, Sie sind mit dem Sessellift Gaboureux hochgefahren und stehen nun am Beginn der 2,6 km langen erleuchteten Piste. Weit unten sehen Sie das Lichtermeer von Grenoble, über sich sehen sie den Sternenhimmel – so sind Sie noch nie Ski gefahren!
Nach einer Stunde Flutlichtskifahren haben Sie im Appartement geduscht und sich umgezogen. Mit frischem Tatendrang sind Sie mit dem Auto in nur etwas mehr als 30 Minuten runter nach Grenoble gefahren. Sie sind nun in einem typischen Restaurant in der malerischen Grenobler Altstadt, vor Ihnen steht ein Raclette-Grill, der einen angeschnittenen Käselaib erhitzt. Langsam tropft der schmelzende und wunderbar duftende Käse auf den Teller darunter, auf dem schon Pellkartoffeln, Gurken und Perlzwiebeln warten. Bon Appétit!
Nach einem Genepi und einem Verdauungsspaziergang durch die Altstadt sind Sie mit der Gondelbahn auf den Burgberg zur Bastille gefahren. Die Gondelbahn hat bis 24 geöffnet und bietet mit Ihren Plexiglaskugeln schon während der kurzen Fahrt einen tollen Ausblick auf die Isère und die Stadt.
Nun sitzen Sie auf der Burgmauer und genießen die faszinierende Aussicht auf die Lichter von Grenoble direkt zu Ihren Füßen und auf die umliegenden Berge, deren weiße Bergspitzen im Mondschein klar erkennbar sind. Und tatsächlich: Da oben sehen Sie die Lichter von „Ihrem“ Skiort Chamrousse, heute Mittag hatten Sie noch den umgekehrten Blick.
Zurück in Chamrousse, fallen Sie müde aber glücklich ins Bett und denken: Das ist wirklich einzigartig – ein Skiurlaub, in dem man an ein uns demselben Tag wunderbar im Tiefschnee fährt und wenige Stunden später wie bei einer Städtereise durch eine schöne Altstadt flaniert. Was wohl die nächsten Tage bringen werden? Sie wollen sich vielleicht doch einmal selbst in den Snowpark wagen, nach dem Skitag auch einmal Schneeschuhwandern und den Hochseilgarten beim Lift „Arselle“ ausprobieren. Warum nicht auch mal eine Snowscooter-Tour machen? Oder im beheizten Außenpool der Unterkunft die Muskeln entspannen. Oder doch lieber in den Fitnessraum? Alles ist ganz in der Nähe Ihrer Unterkunft „Domaine de l’Arselle“. Sie werden einfach mal die nette Reiseleitung fragen. Ach ja: Das von der Reiseleitung angebotene Après-Ski wollen Sie auch noch mitmachen, da lassen sich auch bestimmt andere Urlauber treffen, mit denen man sich für die Piste oder den Abend verabreden kann. Ja, ein Urlaub in Chamrousse hat viel zu bieten.
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